PV und Wärmepumpe aus einer Hand
August 2026
Wer in den kommenden Jahren seine Heizung erneuern oder mit einer Photovoltaikanlage eigenen Strom erzeugen möchte, sollte sich frühzeitig mit dem Thema beschäftigen. Sowohl bei der Wärmepumpenförderung als auch bei der Vergütung von Solarstrom verändern sich derzeit die Rahmenbedingungen.
Das bedeutet nicht, dass Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer überstürzt entscheiden müssen. Wer eine Modernisierung ohnehin plant, sollte jedoch rechtzeitig prüfen, welche Fördermöglichkeiten aktuell bestehen, welche Technik zum eigenen Gebäude passt und welcher Zeitpunkt für die Umsetzung sinnvoll ist.
Die Stadtwerke Altena unterstützt dabei nicht nur beratend. Sie bietet konkrete Photovoltaik- und Wärmepumpenlösungen an – von der persönlichen Beratung und individuellen Planung bis zur fachgerechten Umsetzung.
„Viele Menschen kennen uns vor allem als Gas- und Wasserversorger. Unser Angebot geht inzwischen aber deutlich darüber hinaus“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Oliver Heimann. „Wir entwickeln die Stadtwerke Altena gezielt zu einem modernen Energie- und Infrastrukturdienstleister weiter. Als kommunales Unternehmen wollen wir die Wärme- und Energiewende in Altena nicht nur begleiten, sondern aktiv mitgestalten. Dazu bieten wir den Menschen vor Ort verlässliche und wirtschaftlich sinnvolle Lösungen für die Energieversorgung ihres Zuhauses – persönlich, regional und mit einem festen Ansprechpartner.“
Wärmepumpenförderung wurde bereits reduziert
Zum 21. Juli wurden die Bedingungen der Bundesförderung für effiziente Gebäude angepasst. Die Grundförderung für eine klimafreundliche Heizung beträgt weiterhin 30 Prozent. Andere Bestandteile wurden jedoch bereits reduziert oder vollständig gestrichen.
Der Klimageschwindigkeitsbonus beträgt derzeit noch 16 Prozent der förderfähigen Kosten. Ab dem 1. Februar 2027 sinkt er halbjährlich um jeweils vier Prozentpunkte weiter. Ab dem 1. August 2028 wird dieser Bonus nicht mehr gewährt. Auch die maximal förderfähigen Kosten werden ab Februar 2027 schrittweise reduziert. Der bisherige Effizienzbonus für besonders effiziente Wärmepumpen ist bereits entfallen.
Der Einkommensbonus wurde zugleich neu gestaffelt. Abhängig vom zu versteuernden Haushaltseinkommen sind zusätzliche Fördersätze von zehn bis 40 Prozent möglich. Für Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind erhöht sich die maßgebliche Einkommensgrenze einmalig um 10.000 Euro. Welche Förderbausteine tatsächlich genutzt werden können, hängt von der persönlichen Situation, dem Gebäude und der bisherigen Heizungsanlage ab.
„Die Förderung ist nicht verschwunden, aber die Bedingungen sind bereits enger geworden und werden schrittweise weiter zurückgeführt“, sagt Dominik Steinkusz, Projektmanager Energiewende und Automatisierung bei der Stadtwerke Altena. „Wer ohnehin über einen Heizungstausch nachdenkt, sollte deshalb jetzt prüfen lassen, welche Möglichkeiten für das eigene Gebäude bestehen. Zwischen der ersten Einschätzung, der Planung, dem Förderantrag und der tatsächlichen Installation vergeht schließlich Zeit.“
Wärmepumpen auch im Gebäudebestand möglich
Noch immer hält sich die Annahme, Wärmepumpen seien ausschließlich für Neubauten geeignet. Tatsächlich können sie auch in vielen bestehenden Gebäuden sinnvoll eingesetzt werden. Ob eine Wärmepumpe technisch und wirtschaftlich zum jeweiligen Haus passt, muss allerdings individuell geprüft werden.
Dabei spielen unter anderem der Wärmebedarf, der energetische Zustand des Gebäudes, das vorhandene Heizsystem, die notwendigen Vorlauftemperaturen und die Aufstellmöglichkeiten eine Rolle. In manchen Fällen können Anpassungen an einzelnen Heizkörpern oder weitere Maßnahmen sinnvoll sein.
„Pauschale Aussagen helfen an dieser Stelle nicht weiter“, erklärt Steinkusz. „Nicht jedes ältere Haus ist für eine Wärmepumpe ungeeignet. Umgekehrt passt aber auch nicht jede Anlage automatisch zu jedem Gebäude. Wir schauen uns deshalb die tatsächlichen Voraussetzungen an und entwickeln daraus eine passende Lösung.“
Die Stadtwerke Altena bietet Wärmepumpen im Pachtmodell an. Dadurch kann die Heizungsanlage modernisiert werden, ohne dass die gesamte Investitionssumme auf einmal aufgebracht werden muss. Die Stadtwerke begleitet ihre Kundinnen und Kunden von der ersten Prüfung über die Planung und Angebotserstellung bis zur Installation und Inbetriebnahme.
Photovoltaik zum Kauf oder zur Miete
Auch Photovoltaikanlagen gehören bereits zum Angebot der Stadtwerke Altena. Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer können zwischen einem Kauf- und einem Mietmodell wählen.
Berücksichtigt werden unter anderem Dachfläche, Ausrichtung, mögliche Verschattung, der bisherige Stromverbrauch und die geplante Nutzung des selbst erzeugten Stroms. Auch Batteriespeicher, Wallboxen und weitere Komponenten können in die Planung einbezogen werden.
Planung und Installation erfolgen gemeinsam mit qualifizierten Partnerunternehmen. Die Stadtwerke bleibt dabei der zentrale Ansprechpartner und koordinieren die einzelnen Schritte bis zur Umsetzung.
Auch bei Solarstrom zeichnen sich Veränderungen ab
Nach den derzeitigen Plänen der Bundesregierung soll die feste Einspeisevergütung für neue Photovoltaik-Dachanlagen nicht abrupt abgeschafft, aber in den kommenden Jahren schrittweise reduziert werden. Anschließend soll eingespeister Solarstrom zunehmend direkt oder über einen Dienstleister am Strommarkt vermarktet werden. Für den Übergang ist nach aktuellem Planungsstand ein zeitlich begrenzter Bonus vorgesehen. Das Gesetzgebungsverfahren ist allerdings noch nicht abgeschlossen.
Damit dürfte der Eigenverbrauch des erzeugten Stroms weiter an Bedeutung gewinnen. Besonders interessant kann deshalb die Kombination einer Photovoltaikanlage mit einem Batteriespeicher, einer Wallbox oder einer Wärmepumpe sein.
„Sowohl bei Wärmepumpen als auch bei Photovoltaikanlagen verändern sich die Rahmenbedingungen“, so Steinkusz. „Deshalb lohnt es sich, geplante Vorhaben frühzeitig durchrechnen zu lassen. Dabei geht es nicht darum, vorschnell etwas zu kaufen, sondern die eigenen Möglichkeiten zu kennen und einen sinnvollen Zeitpunkt nicht zu verpassen.“
Photovoltaik und Wärmepumpe gemeinsam planen
Bei einer Kombination aus Photovoltaikanlage und Wärmepumpe kann ein Teil des für die Wärmeerzeugung benötigten Stroms direkt auf dem eigenen Dach produziert werden.
Wie groß der wirtschaftliche Vorteil tatsächlich ausfällt, hängt unter anderem von der Anlagengröße, dem Strom- und Wärmebedarf, dem Eigenverbrauch und dem zeitlichen Zusammenspiel von Erzeugung und Verbrauch ab. Die Stadtwerke Altena setzen deshalb auch hier auf eine individuelle Planung statt auf pauschale Versprechen.
Frühzeitig informieren statt später unter Zeitdruck entscheiden
Mit ihrem Angebot möchte der Lokalversorger vor allem Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer erreichen, die sich bereits grundsätzlich mit einer neuen Heizungsanlage oder einer Photovoltaikanlage beschäftigen, ihr Vorhaben bislang aber noch nicht konkret angegangen sind.
„Wer erst beim endgültigen Ausfall seiner alten Heizung mit der Planung beginnt, hat weniger Zeit und weniger Auswahlmöglichkeiten“, sagt Heimann. „Eine frühzeitige Prüfung schafft Klarheit – technisch, finanziell und mit Blick auf die Förderung. Danach kann jeder in Ruhe entscheiden, welcher Weg für das eigene Zuhause richtig ist.“
Interessierte können sich unverbindlich an die Stadtwerke Altena wenden. Nach einem ersten Gespräch werden die Voraussetzungen persönlich vor Ort geprüft und auf Wunsch ein individuelles Angebot für eine Photovoltaikanlage, eine Wärmepumpe oder eine Kombination aus beiden Lösungen erstellt.
Kontakt:
Dominik Steinkusz
Projektmanager Energiewende und Automatisierung
Telefon: +49 2352 9184-22
E-Mail: d.steinkusz@stw-altena.de